Zugspitzdorf Grainau im Winter, © Huber Images
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Flurnamenweg

Ausgangspunkt: Felsen am Rathaus im Grainauer Kurpark - Endpunkt: Eibsee

Familienwanderung
Rundwanderung
Nordic Walking Strecke
Geräumter Winterwanderweg
  • Schwierigkeit:leicht
  • Streckenlänge:11,8 km
  • Höchster Punkt:1020 m
  • Höhenmeter bergauf:270 m
  • Dauer:6 Std

Vorwort Andreas Hildebrandt

Sind es nun 70 oder gar 100 Millionen Jahre, die seit der Faltung unseres
Gebirges vergangen sind? Mich fasziniert diese Fragestellung, aber die
Antwort berührt mich letztlich nicht sonderlich, weil sie ohnehin außerhalb
meiner Vorstellungswelt liegen wird. Der Zeitraum ist für mich
nicht überschaubar. Da halte ich mich dann lieber an die letzte Eiszeit,
die vor rund 15.000 Jahren unserem Tal den „letzten Schliff“ gegeben
hat. Noch näher liegt allerdings der Bergsturz, der vor fast 4000 Jahren
aus der Nordflanke der Zugspitze gebrochen ist und unser Tal mit vielen
Millionen Kubikmetern Fels und Kies „modelliert“ hat.
Die Altersbestimmung des Bergsturzes erfolgte nach der 14C-Methode
an Hölzern, die bei zwei Forschungsbohrungen im Jahre 1993 gewonnen
wurden. Der Bergsturz hatte nämlich den Wald verschüttet. Eine
Bohrung lag im Vordermoos nördlich des Eibsees (Tiefe 49 m), die andere
in der Vorderen Bärengrube im Westteil der Vorderbichel-Hügelgruppe
(Tiefe 32 m). Außerdem hat auch der Heimatverein „Bär und Lilie“ einen
Baumstamm nach dieser Methode bestimmen lassen, der bei Bauarbeiten
am Gassenbichl in Untergrainau aus der Seetonschicht geborgen wurde.
Dieser geologische Wanderweg soll den Interessierten heranführen an das
Werden unseres Tales. Wenngleich der Ursprung des Tales und seiner Formung
viel früher liegt, so ist das charakteristische Erscheinungsbild von
Grainau dennoch das „Ergebnis“ des Bergsturzes. Dies zeigt sich vor allem
in den (inzwischen bewaldeten) Sturzmassen, die sich – einmalig in dieser
Region – kreuz und quer durch das Dorf ziehen.
Die Gemeinde ist Herrn Johann-Peter Orth, einem einheimischen
Diplom-Geologen, sehr dankbar, dass er diesen Wanderführer verfasst
hat. Er kennt die geologischen Verhältnisse unseres Gemeinde-
Gebietes wie kaum ein anderer. Hilfreich waren ihm dabei die über
mehrere Jahre hin regelmäßig durchgeführten Messungen am
Brücklesbach-Ursprung, am Badersee und an der Christlhüttenquelle
sowie seit dem Hochwasser 1999 an der Hinteren Breitla. Johann Märkl
und Andreas Huber haben die Datenerhebung gewissenhaft durchgeführt.
Diese Vielzahl von Messdaten ist mit die Grundlage gewesen bei
der Suche nach neuem Trinkwasser für die Gemeinde.
Ich bin sicher, dass der aufmerksame Wanderer mit diesem Heft
einen besonderen Höhepunkt erleben wird. Er kann nämlich neben dem
Genuss der einmalig schönen Landschaft auch deren Entstehung
„mitverfolgen“.
Grainau, im Herbst 2004
Andreas Hildebrandt


Vorwort Stephan Märkl

Wie bereits mein Vorgänger im Amt, Andreas Hildebrandt, erwähnte,
bietet unsere Landschaft ein breites Spektrum an geologischen
Sehenswürdigkeiten.
Nehmen Sie sich die Zeit und erkunden Sie die Landschaft unseres
Dorfes, welche durch den Bergsturz geprägt wurde. Sicherlich
stellte dieser zur damaligen Zeit ein Inferno dar. Sie können jetzt
noch die Auswirkungen bei der Überschreitung von Hügeln aus
Gesteinsmassen mit verfolgen.
Mein Dank gilt an dieser Stelle Herrn Johann-Peter Orth, der für die
weitere Überarbeitung des Führers viel Zeit investiert hat.
Ich wünsche Ihnen bei Ihrer Wanderung durch die Vergangenheit
schöne Stunden und ich bin mir sicher, dass Sie auf Ihrem Weg
durch unser Zugspitzdorf besondere Höhepunkte erleben werden.
Grainau, im Mai 2018
Stephan Märkl
1. Bürgermeister
 

Infos & Download

Wegbeschaffenheit

Gepflegte Wanderwege, im Winter geräumt

Beste Jahreszeit

Ganzjährig

Empfohlene Ausrüstung

Nicht erforderlich

Downloads

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